Traktat

by Karg

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darkzone very depressive & so atmospheric. pure art.
blackmelodie
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blackmelodie Melodisch-melancholisch, stellenweise schlichtweg ergreifend. Allen voran "Jahr ohne Sommer" und "Stolperkenotaphe". Favorite track: Jahr ohne Sommer.
Samuel Ramon
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Samuel Ramon Beautiful, emotional and well constructed atmospheric black metal.. instant buy- I had to have this!!!
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_roberto2607 Simply a masterpiece 🥀 Favorite track: Abgrunddialektik.
Yalcin
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Yalcin ich bin sooo begeistert, wie schon seit sehr vielen Jahren nicht mehr. Das ist in Musik festgehaltene Zerrissenheit, Verzweiflung und Depression. Die Resonanzen darauf sind immens und tief bei mir. Aber: Macht es mich fröhlicher, weil es ihm dreckiger geht? Danke für dieses Werk! Favorite track: Stolperkenotaphe.
Jeff
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Jeff Nichts als Schatten! Vielen Dank JJ für diesen Bonus. Dieser Song gibt alles wieder. Deine Gefühle und deine Auffassung von Freundschaft, das Verlangen geliebt zu sein. Dankbarkeit Freunden gegenüber. Deine Fähigkeit deine Gefühle in diese kraftvolle musikalische Form zu bringen lässt mich jedesmal wieder staunen. Du hast meinen vollen Respekt. Du bist für mich einfach unersetzlich. Ohne deine Musik wäre mein Leben sehr viel freudloser.. Du gibst mir Kraft. Aus tiefster Seele, DANKESCHÖ Favorite track: Alles was wir geben mussten.
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  • Record/Vinyl + Digital Album

    Comes in noble gatefold cover, with double black vinyl, A2 poster and 8 pages 30x30 m booklet

    Tracklist:
    1. Irgendjemand wartet immer
    2. Jahr ohne Sommer
    3. Stolperkenotaphe
    4. Alaska
    5. Abgrunddialektik
    6. Alles was wir geben mussten
    7. Grabcholerik
    8. Tod, wo bleibt dein Frieden?
    9. Nichts als Schatten (Bonus Track // Bonnie Prince Billy Cover)

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1.
Owa jo wonnst scho so frogst, kloa denk I monchmoi drüwa noch Kloa wuat I a gern wissen, obs heite noamoi wia domois wa Wuad uns es Schicksoi nuamoi finden, mei Hånd in da dein’?! Und wuad mi de Flut in mir wieda freiweg an deine Ufer treim? I wuad einfoch gern wissn obs heite no imma so wia domois wa Dats a Roin spün? Und dat I heite trotzdem soiche Liada schreim? Du woast I woa nie de ruhige See, imma nur da Sturm Wei wea si ned bewegt, dea gspiat a seine Fesseln ned, der losst si oafoch treim… Wei in sovü vo meine Zeilen, steckt sovü mehr no vo dia De Wödt hod mi vastummen lossn, owa dafia hea I no imma dei Stimm I wuat heit niemois mehr de Ebbe wöhn, imma nur de Flut Wöhat imma nur es Meer in mir, owa mei Herz dafia imma nur in einsomsten Strånd da Wödt Wei wenn es Gråb de Toten wiedagibt Soin do oi de sie je geliebt Si durt auf ewig wieder finden Auf ewig wochend wia a Herz in Rindn Fühl, do is a Loch in meim‘ Herz Huach, oda heast do no wos pochn? Wei für sovü vo meine Träume Host du leider nie vü üwa g’hobt Deswegen schweigt ma monchmoi oafoch Weils sinnlos is sie imma wieda z’erklären Für de jenigen de gleichgültig san Ned vasteh woin oda’s vielleicht a goaned kenan Und ois widerhoit sie Hätt I di bloß niemois troffn Hätt I di bloß niemois kennt Hätt I di bloß niemois troffn Hätt I di bloß niemois kennt Owa I siag in dir wahrscheinlich heit no wos, des in mir längst g’storben is Wei oi de Hoffnung de I moi g’hobt hob ziert heit de Wänd vo am lichtlosen Verließ Wei wia endn oi in ana Kistn und woatn nur drauf bis da Deckl zuageht Und jo, de Wödt vaändert sie, a wonns wia vielleicht niemois tan… Und jo I woas, mei Hånd in deina, des spüt heit ois koa Roin mehr Owa werd mi imma dro erinnern, wer ma iangwonn moi woan Und es duad weh a nur dro z’denken wia noh ma uns moi g’stonden san I vafluach de Joa, I vafluach des Lebn, wei auf oamoi sama wieda Fremde gwen
2.
Als die Farben langsam älter wurden, vergriff ich mich im falschen Ton Sammelte alle vergilbten Blätter, legte sie auf dein‘ verlassenen Thron Denn die Angst gehört dem Winter, wenn der Schnee über hundert Fuß hoch liegt Die Angst gehört der langen Nacht, als die Sonn‘ zu steigen stets vermied‘ Ich hab‘ mich bereits dort geglaubt, bin dann aber doch nie dort angekommen Fühl mich nicht mehr wie der Frühling, bin doch schon lange irgendwie Herbst Gestern hab‘ ich einen Brief bekommen, von einem Freund, den ich vergessen wollte Er sagte: „Lies‘ zwischen den Zeilen, denn mehr als diese Psalter habe ich nie besessen… Versprich mir, du wirst die Veränderung sein, die du selbst in dieser Welt sehen willst Ich wäre selbst gern dieser Mensch gewesen, doch der Mut zum Wandel war niemals mein Versprich mir, dass du niemals so viel Leid wie ich weder in Winden noch in Stürmen sähen wirst Und dass du nie als jenes Kind erwachst, das nach Wölfen ruft, die dann doch niemals hier erscheinen“ Denn die Stadt, die ich einst kannte, starb mehr und mehr von Jahr zu Jahr Verblasste dort im Schatten der Berge, grub mir ein Grab, das nicht das meine war Schrieb mir zynische Verse in den Schnee, ein Gedicht, das jemand anderem galt Ich bin irgendwann wieder gestolpert, und verlor so meinen letzten Halt Denn dort am Rande des Wahnsinns stehen keine Geländer Es warnt nur stumm der stete Fall, birgt nur die Schatten toter Finder Die großen Städte sind nicht wahr, sie täuschen dich, die Nacht wie den Tag Doch war es gleichsam auch die Stadt, die Freiheit und die letzten Stunden unserer Jugend barg …und begrub meine Liebe zu dir letztlich in einem gläserner Sarg…“ Doch würde ich heute draußen in der Kälte stehen Wäre es dort wohl noch immer wärmer als mit dir Denn schon damals als ich dich das erste Mal sah Wusste ich, gemeinsam wird dies eine wilde Reise Ich glaubte dich gefunden zu haben Meinen Hafen in der brausenden See Es war nie etwas anderes als Zuversicht und Güte Die ich allein in deinen Augen lesen wollte Trotzdem hab‘ ich mit dir Dinge gesehen, die Frühlingsmonde vor den Toren Die schönsten Abgründe des Lebens, selbst den Tod in seiner knöchernsten Form Doch all diese Momente sind schon bald wie Tränen im Regen verloren Werden wir uns auf der anderen Seite wiedersehen? Wahrscheinlich nicht… Alles was nun bleibt ist die Geschichte eines gestohlenen Sommers Die Lethargie ist mir geblieben, doch der Regen, er hat aufgehört Ich bin einfach nur müde, schleppe mich verstohlen zu den tiefen Wassern Bin Schatten wie auch stiller Fluss, denn der Lärm, er hat endlich aufgehört
3.
Es hod a wengei braucht, bis I endlich vastondn hob Dass niemois de Schuid vo de Berg woa Dass scho so vü vo meine Freind In ernam Schåtten erna Leben lossn hom Se san fuatzogn um an an Ort z’geh Wo‘s erna woi bessa g’foin hod wia bei uns Ruhig is wuan, seits nimma do san Fost ois wa da Wödt ihr Atem g‘stockt Für mi sand hoid de Berg und des Toi üwa oi de Joa a Ort da Zuflucht gwen Für sovü vo eich woa des onders, ihr satz erduckt woan vo de oag longen Winta Nur mim Winta hoit I mas ähnlich, wenn a Einzug hoit reich I erm’d Hånd Donn hoit de Nåcht wieda d‘Wödt in Atem und Schnee begrobt wieda es gonze Lånd Wissts ihr um de hechsten da Berg? Se schürn de tiafste Sehnsucht im Menschn Wissts ihr um de hechsten da Berg? Se lossn’d Freiheit no grenzenlos sei Wissts ihr um de hechsten da Berg? Se schürn de tiafste Sehnsucht im Menschn Wissts ihr um de hechsten da Berg? Se lossn’d Freiheit no grenzenlos sei De großen Städte san ned woah, se teischn uns, de Nåcht, wia in Tåg San kurzlebig und unaufrichtig, und an jedem g’sunden Geist a jähes Gråb Da Winta dagegen gibt nid vua wos’z sei wos a ned is Da Winta is und bleib‘ oafoch, ehrlich, unerbittlich und koit …und woa vor oim scho imma do… …und mir dabei no nie so noh… Da Winta is beständig und ewig, zeitlos und wird uns oi üwadauern A de Berg stengan scho imma do, scho seit obamillionen vo Joa Unsre Leben dagegen san nie mehr gwen, ois wia a kurza Wimpernschlåg Stöhn in’d Augn da Ewigkeit üwahaupt nix doa, des wird ma imma mehr kloa Ihr schleppts eich grod so durchn Winta Und I wer dafia im Summa so schwa Wenn Scherbn schneidn Fleisch, vua Wut und Trauer Wei er lebt mi trocken, er lebt mi laa Sei unerträgliche Leichtigkeit erdruckt mi I moch mi aufn Weg, soweit meine Fiaß mi no trogn Scherbn schneidn wieda Fleisch, vua Wut und Trauer Donn endlich Lähmung, da Tod liegt wieda auf da Lauer Drum loss ma de Stådt hinta uns, lossts uns nuamoi losziang Wei jeda Schritt birgt stets Freiheit, owa a Agonie und Endlichkeit Jeda Schritt erzöht da G’schichten in denen nur im Tod no Frieden lag Drum beschreit ma heit mit erm gemeinsam nuamoi unsan einsomsten Pfad Hoit mi, Leben hoit mi! Hoit mi, mei Leben!
4.
Alaska 11:05 video
Schenk ma Einsåmkeit, schenk ma Hunga, schenk ma Valossenheit, schenk ma Kumma Schenk ma Demut, loss mi wia de Gluat im Feia tausend Tode sterm Los mi splittern, los mi zittern, wia de Ebbe vaöden und vasickern Loss mi wia de Wellen am Ufer zerbersten und jeden Kontroivalust zur Leidenschåft vaklären Kum scho: Leb mi laa! Wei wie es Meer um Alaska hob I in da Einsåmkeit g’lebt Und so hom mi es Meer und d‘Ewigkeit trogn Hom so zwa a de einsomsten Inseln erschoffen Durt hod owa a d‘ Zeit meine Wunden no g’heilt und mi gleichsom imma mi sei lossn Es duad ma load, dass I nie der gwen bin Dennst solong in mir seng woitst I woa woi ähnlich wia da Traum vo Alaska In da Vorstellung schena ois de Wirklichkeit Nua de Zeit is a Geschenk, vor oim wonns a gemeinsome is I hob mas owa hoid scho domois docht, genau de wird uns iangwonn spoitn Is scho guad, und I wü jetz a ned wieda undonkboa sei Owa wonn a G‘schenk ned vo Herzen kumbd, donn konnst das a g’hoitn Dei Nåm is mei Nåm Und dei Tod is mei Tod Dei Nåm is mei Nåm Und dei Tod is mei Tod Nua Alaska hod ma nie wos vasprochn, du dafia owa umso mehr De Aussicht auf an ewigen Summa, owa vielleicht woit I’n oafoch zu sehr Bist erst woam in meine Oam g’leng, hob di donn owa wieda an de koidn Tåg valoan So wia mit dir muas woi a in Alaska sei, wei nedmoi im Summa wird am je wirkli woam Nedmoi im Summa wird am je wirkli woam Drum schlepp mi zu de schroffesten Klippen, I wü nur no oamoi s‘Meer seng Owa es san ned nua wia, a da Sånd da letzten Winta schimmert no vom oiden Kumma Und wonn donn da Schnee wieda g‘schmoizn und a weidas Lebensjoa vastrichen Sogn ma uns wia in jedem Fruajoah wieda „Vielleicht wird’s jo des Joa endlich ,unsa Summa‘“ „Vielleicht wird’s jo des Joa endlich ,unsa Summa“
5.
Im Leben gibt’s immer a erstes Owa vor oim a imma a letztes Moi Vasteh des, oda a nid Oda heg dei gonzes Lebn dagegen an Groi Owa du brauchst koan Grund um’z geh Wennst koan mehr host zum bleim‘ Und genauso wenig brauchst du an Grund Um imma wieda soiche Liada z’schreim Wei iangwonn donn is ois wos da no bleib‘ Nua oi deine Liada vo da valorenen Zeit Du vazöhst und senierst Tåg ein Tåg aus nur vom Tod Alloa scho deswegen is dei gonzes Leben a Begräbnis Deine miaden Augn erklärnt da d‘letzte Nåcht woi imma no am besten Host seit Wochen nimma g’schloff, bist endlich a Geist, lebst wider deim Vastond Wei ois wiedahoit sie, nua dei Lebn lebt di trocken, dei Lebn lebt die laa Und du schreibst wieda mit no zittriga Hånd „Ruhe unsonft“ an dei imaginäre Kerkawånd Bist wieda sondagleich rostlos und schaust auffi zu deim ersten Freind Wei dea hod si traut, is kompromisslos grod in Goign hochg‘wondert Und wonnst jetzt a no wüst, dass um di iangwonn genauso trauern Donn derfst erna a du oafoch nix, nedmoi a an Briaf z’ruck lossn Du woitst oiwai de Wödt brenna seng Und jetz wos brennt vasuachst as zum löschn Nur nimmt hoid trotzdem boid da Augenblick Ois wos da de Joara vuaher gebn hom Drum sogst da: „Erstickts mi ruhig, owa lossts mi ned oafoch vahungern!“ Mog scho sei, owa dasd a wirklich geh wüst, wer soit da des no glabn? Du würgst ois owi und trinkst no an ollerletztn Schluck Kumm nimm de Flåschn, kumm leb di laa, jetz trau di doch drüwa und hoi da an Strick Wei iangwonn donn is ois wos da no bleib‘ Nua oi deine Liada vo da valorenen Zeit Wei du vazöhst Tåg ein Tåg aus nur vom Tod Alloa scho deswegen is und woa dei gonzes Lebn a Begräbnis Dei Nåm is mei Nåm Dei Tod is mei Tod Dei Nåm is mei Nåm Dei Tod is mei Tod
6.
Bist da no sicha, dass richtig woa so wies kem is? Dasd vuam ersten Winta Tåg gong bist, füa imma und ewig? Es hod füa koan Briaf mehr, ned moi füan g’ringsten Åbschied g’reicht Wand nua a poa gruaßlose Zeilen gwen, es gangat do so leicht Es san de, de in Tod verehren, de oft am meisten trauern Nua se wuadns nia zuagebn, wuadsn nia noch außen trogn Sterbn dabei jeds moi füa sich alloa, hom si im Leben längst valorn Wead ned es letzte moi gwen sei, nimms do mit, brings do hoam… I zündt da a Kerzn o, fost jeds moi wonn I an Weg hoam findt Owa I bin hoid a miad, wei de Entfremdung de is bliem Siag z’oft de Sun untageh hinta fremden Horizonten Hom den letzten Schritt nia hintafrogt, und imma mehr gebn ois ma einglich gebn hom mirsn I hob da a Flåschenpost g’schickt, mim und durchn letzten Ozean Kloa is des a ois mehr Woikenpoesie, owa I bin da hoid no imma gram Do wird a da zehnte Wein nix ändern, genauso wenig wia da nexte Herbst Du host as eh schon längst für uns beschlossen, de Fråg woa nua, gehst du Oda geh I ois erschts?! I hob da an Åbschiedsgruaß in Boikn vo dea Bruckn g’ritzt Um da so entgültig Leb woi zan sogn Durt am schlommigen Ufer da Whiskah Wo scho gonz ondre ernare Nåchrichten im Fluß vasenkt hom I hobs scho sooft ongekündigt, owa I moa jetz is wirklich an da Zeit das I di geh los Es woan a poa triabe Joa, I werd di nie vagessn, jetz geh hoam mei Freind, I los di ziang…
7.
Grabcholerik 07:54
Da grobe Sand da Zeit fliast bedächtig aus zabrochne Stundenglasl Pulsiert rauh und unnochgiebig, zwischen unsre zaschundenen Finga Wia weit wiad uns unsa Sehnsucht no trogn, de nostalgievazerrtn Summa?! Wonn ois guad geht vielleicht no bis ins nexte Joa, owa ewig weit sicha nimma A föhg‘loateta Moistrom aus Zeit, treibt uns an entgegeng’setzte Orte Wei de Entfremdung de is bliem, und lebt mi jetz laa, voroim vo innen Wos san scho de Erinnerungen an domois, warum imma auf Vagongenes besinna? Se wernd doch a boid nur wia Graupel zwischen unsre miaden Finga zarinna… Drum frog mi nie wieda noch de oiden Tåg Frog mi nie wieda noch de oiden G’schichten I woas du heast as bis heite imma wieda gern Owa I ko dagegen scho long auf se vazichten Wia homs eh scho an weit aus’z longen Weg trogn Voroim füa des das uns eh stets nua mit Gram bedocht hom Wei I bin ma am End heit oafoch nimma sicher Ob wia nur üwa de G’schichten, oda se vor oim üwa uns g’locht hom Oda obs imma no lochn… Wei oi de losgelösten und lustigen Zeiten Wernd einfoch ned mehr desto öta dasd wirst Oi de sinnwidrigen leeren Phrasen zwingan di nieda Und bringan di Tåg für Tåg näha an dei eig’nes Gråb Wei oans lernst ois Erwåchsener a recht schnö Es sterbn imma de wosd das am wenigstn erwoatst ois erschts Und tragische Verluste vadrängan in Frohsinn, wieda moi hod uns es Lebn teischt Wir hom wieda moi glaubt es gib no mehr ois des wos ma eh scho g’riagt hom Und iangwonn wia ma no Kinda woan Sama wie an jedem Tag aussi zum spün Und hom erst Joara spada vastonden Dass es letzte Moi gleichzeitig es Begräbnis unsra Kindheit woa Wei wonn de Wut kumd und nie wieda geht Homma d‘losgelöste Zeit üwawunden und jeda dea alloa im Leben steht Der woas, de oiden Zeiten san scho längst vorbei Und dewegn gibs heit nur mehr d’finstan G’schichten drüwa
8.
I hob eich gsogt in dem Leben, schreib I fix nua no oamoi an Briaf Den zwoa a ned mit leichta Feda, owa des wird donn fix mei letzter sei De Låst da letzten Winta hod sie wie Blei auf meine Schuitan g‘leg Bedächtig zwoa, owa stetig, es wird boid vorbei sei, wia kunnts a ned… Und es duad weh mi dron’z erinnern Wia noh ma uns moi g’stonden san Tragisch, owa jo so is hoid im Lebn A Joa geht vorbei, und auf oamoi sama wieda Fremde gwen …I hob hoid docht, das I desmoi bleib… Ko sei dasd mi eines Tåges ohne Bewusstsein vuafindst Donn hob I’s entgültig sott g’hobt, de Wödt und oi des liang Owa vasprich ma, wonnst mi jemois wirklich g’liebt host Donn losst mi schloffn, donn losst mi oafoch lieng Losst mi de Nåcht zerreißen, losst mi endlich ziang Losst mi endlich hoamgeh und mit de Vegel davofliang Wei wiast woast sterm ma oi nua oamoi Und deswegen werd is a so richtig glorifizieren Du woast I mog mi oafach söwa nimma Und des griagst du jetzt z’gspian… Und iangwonn wird da donn iangwer erklärn „Hättatst erm nur a bissi mehr bedeut‘ Donn hätt a sie sicha niemois hoamdraht Und sei bleierne Låst nur für di, stur oafoch weida zaht“ Owa wenn sie im Herbst donn Tåg und Nåcht o‘gleichn Siag I wieda rotlos a weidas Joa vastreichn Da Alk und ois den Puivazeig betäubt zwa Owa a des wird iangwonn nimma reichn… Wei bevua I di dro z’brechen los, zabrich I vuaher söm, und drum „Tod wo bleib‘ dei Friedn?“, is awoi a rhetorische Fråg gwen? Is scho jemois wer oafoch gong und seine Leit san jemois zur Ruah kem? I ko mas ned vuastöhn, es wa ois kunnt si da Summa oafoch üwan Winta legn… I hob hoid a docht, dass I desmoi bleib’…

about

Karg was founded back in the summer of 2006 as a one-man project by J.J. of Harakiri for the sky.
Between 2010 & 2014 Karg was fully formed as a band to play gigs, formally in Germany, Austria and Central Europe. In the years till 2018 Karg was, like in its beginning, held as a one-man project and released two more albums. With the release of Kargs sixth studio album “Dornenvögel” Karg will celebrate its rebirth as a live band for a few special dates from now on.

The musical style of Karg is a furious, hysteric mixture of Atmospheric Black Metal and a huge load of Post Rock, with influences also from Grunge, Shoegaze and Post Punk. The influences from other genres than Black Metal evolved more and more within the last few years but were there in abridged form since day one. Textual Karg always was about the more melancholic side of life, such as broken relationships, lost love, estrangement, drug abuse, loss or suicide thoughts and depression. In contrast to many other bands Kargs lyrics are as equal important than its music is. 

Quote J.J.
“When I began writing „Traktat“ I was about to explode. Things started falling apart at the very beginning of the year, what left me distracted and anxious till the end of summer. And when doctors tell you that a depressive episode like this will last around or more than six months, without a treatment, then I’ve to agree with them, they are totally right. This, and the circumstance, that I travelled quite a lot this year, trying to run away from a distemper I couldn’t control anymore, is what makes “Traktat” a very personal album, musically as lyrically. That’s also the reason I wrote much of it on the road. I wouldn’t say that the previous Karg releases were less personal, but this one holds a special place in my heart. Also, it’s the last part of some kind of trilogy, which started with “Weltenasche” nearly for years ago and continued with “Dornenvögel” in summer of 2018. To me “Traktat” is some sort of manic depression, which has its ups and downs, loud and quiet at the same time and with a tailspin like every second minute. Quite a lot to bear, and full of emotions I desperately had to get rid of, as I was exploding anyway. “

credits

released February 7, 2020

was written and recorded between Mai 2018 and August 2019
Songwriting, Vocals, Lyrics and Artwork by J.J.

All songs by Karg except the vinyl and box set bonus song „Nichts als Schatten“, which is an interpretation of Bonnie Prince Billy‘s „I see a darkness“

All Drums on this album played by Paul Färber in August 2019

Produced by Georg Traschwandtner in September 2019
Mastered by David Pilz

Cover art „Flowergirl“ by Steve Kirn // Washington D.C.
Back Cover and booklet illustration by Yasin Violet
Band picture by Krist Mort
End Sample of „Abgrunddialektik“ by Árstíðir - Heyr himna smiður (Icelandic hymn)

Violin on „Irgendjemand wartet immer“, Stolperkenotaphe“ and „Abgrunddialektik““ by Klara Bachmair
Guest Vocals on „Stolperkenotaphe“ and „Abgrunddialektik“ by Purch // Instant Karma
Guest Vocals on „Jahr ohne Sommer“ by Bernhard Zieher // Weltenbrandt


Drums on „Grabcholerik“ and „Alles was wir geben mussten“
written by Mischa Radivojevic

Drums on „Tod, wo bleibt dein Frieden?“, „Irgendjemand wartet immer“ and „Nichts als Schatten“
written by Paul Färber

Drums on „Jahr ohne Sommer“ and „Abgrunddialektik“
written by M.S.

Drums on „Alaska“ and „Stolperkenotaphe“
written by Julian Huemer

Most of the lyrics are written and performed
in the dialect spoken near the Tennen Mountains

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